Eine Reise durch Zeit und Raum. Die Ausweitung des Museums ins Digitale

Culturecaching-Stadttour und digitales Co-Kuratieren zur Heinrich Hertz Ausstellung im Deutschen Museum Bonn

Meine Präsentation zur Tagung “aufbruch. museen und web 2.0″ #mukomuc und zum stARTcamp München #scmuc12 − 21./22. April 2012:

aufbruch, stART, MAI − museums and the internet

Im April und Mai 2012 finden einige interessante Tagungen statt, die das weite Feld von Museum, Internet und Social Media beleuchten. Hier werden neue Wege im Medien- und Kulturwandel gesucht und bereits gefundene Modelllösungen vorgestellt. Als Sprecher der Tagungen werde ich anhand eines laufenden Projektes strategische und inhaltliche Ansätze aufzeigen, die Museen und Internet zusammenführen und die Ausweitung des Museums ins Digitale ermöglichen. Ich freue mich auf viele persönliche Gespräche in München und Leipzig.

Am 20. und 21. April 2012 gibt es in München ein Tagungsdoppelpack:

Fr. 20. April 2012, ab 10:00 Uhr  aufbruch. museen und web 2.0 − Eine Veranstaltung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern in Zusammenarbeit mit Janusmedia und mmc 2.0

Ort: Alte Münze in München

Sa. 21. April 2012 ab 9:00 Uhr stARTcamp München als regionales Barcamp zur stARTconference in Duisburg

Ort: ebenfalls Alte Münze / Alter Hof in München

Mo./Di. 21./22. Mai 2012 ab 9:00 Uhr MAI-Tagung − museums and the internet veranstaltet vom Landschaftsverband Rheinland

Ort: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Im Museum der Möglichkeiten: The Extension of Art

Die Grenzen verschwimmen. Wo ein Museum anfängt oder aufhört ist keineswegs an seine Architektur gebunden. Kunst kann in den Stadtraum hineinreichen und auch wieder zu Museum zurückführen.

Diesen Sommer trug die Schirn, Kunst ganz lebendig in den Stadtraum von Frankfurt am Main. Playing the City waren Kunstaktionen im öffentlichen Raum.

In Bonn luden das Fringe Ensemble gemeinsam mit den Theater Bonn zum Wirklichkeitstest. Bei Performances an verschiedenen Orten der Stadt konnte sich beteiligen, wer wollte und somit selbst zum Künstler und Kunstwerk werden.

Kunst, Kommunikation und Irritation fördern die Neugier. Und neugierige Menschen gehen auch ins Museum oder ins Theater.

Beim stARTcamp11 in Köln habe ich einige Beispiele vorgestellt, wie Kunst mit einfachen digitalen Mitteln im Museum transmedial erweitert werden und eine wechselseitige Beziehung mit dem Stadtraum eingehen kann. Alles via Smartphone.

Openmuseum: The extension of art Weiterlesen

art wide web: Vom Content zum Context

Seit dem 1. Februar ist das Google Art Project online. 17 weltweit angesehene Museen sind bislang mit einigen ihrer bedeutendsten Werken vertreten. Alle sind sie da, die Heroen der Kunstgeschichte, in diesem virtuellen Supermuseum. Sie scheuen nicht die Online-Öffentlichkeit. Sie präsentieren ihre Werke stolz. Das gilt auch für die vertretenen deutschen Häuser.

Im Art Project demonstriert Google, was derzeit technisch möglich ist: Die Scans sind von bereits bekannter, aber immer wieder beeindruckender Qualität. Zudem ist wie bei Google Street View ein virtueller Rundgang durch die Museumsgänge möglich. Informationen zum Kunstwerk, zum Künstler, zum Museum sind integriert. Medien abrufbar. Eine nahezu perfekte Präsentation.

Google Art Project

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Apps and Arts: mobile Anwendungen im/um/zum Museum

Ende Januar 2011 war es soweit: Apple verkündete stolz den Download der 10.000.000.000 App (in Worten: zehn Milliarden) in Apples eigenen App-Store. All die anderen Apps für Android und die weiteren Betriebssysteme nicht einmal mitgezählt. Statistisch gesehen besitzt also jeder Mensch auf der Erde annähernd zwei iPhone-Apps. Laut Bitkom wurden allein 2010 in Deutschland 900.000.000 Apps heruntergeladen. Ein Ende dieses Booms ist derzeit nicht abzusehen.

Apps − kurz für Applications − sind kleine Programme, die viele verschiedene Aufgaben erfüllen und die Smartphones zu einer Art digitalem Schweizer Taschenmesser mit Lautsprecherfunktion werden lassen. Mehr als 300.000 verschiedene Apps werden im App-Store angeboten. Zwar sind sie kein Rettungsanker für auslaufende Geschäftsmodelle, aber richtig eingesetzt sind es nützliche Programme, die speziell für konkrete Aufgaben entwickelt werden und ein ganz erstaunliches und vielfältiges Potential bergen. Gerade für Kunst, Kultur und Museen. So trage ich Meisterwerke aus dem Louvre, dem MoMA, der National Gallery, der Hermitage und dem Grünen Gewölbe via App immer als digitale Verlockung auf meinem Smartphone bei mir. Ein schönes Gefühl und mit jedem Blick in die Apps, bin ich versucht, mir ein Ticket nach Paris, New York, London, St. Petersburg oder Dresden zu lösen.

Apps, ups and downs

Eine Reise in die Welt der Kunst-Apps lohnt sich. Allein um zu sehen, wie vielfältig sie genutzt werden. Weiterlesen

Wunschmaschinen − Menschen und Museen im Web 2.0

Am 9. und 10. September 2010 fand in der Duisburger Mercatorhalle die stARTconference statt. Zum zweiten Mal kamen hier Fachleute aus dem Bereich Kunst und Kultur und Social Media zusammen, um über das Potential des Web 2.0 im Kunst- und Kulturbereich zu diskutieren.

Mein Vortrag “Wunschmaschinen − Menschen und Museen im Web 2.0″ lotet die kreativen Gestaltungsräume im Internet aus.

Hier also die Charts meiner #stART10-Präsentation:

Ars ex machina − Museen, Kunst und Web 2.0

Am 6. und 7. Mai 2010 fand in der Berlinischen Galerie die Tagung Kultur und Informatik “Interaktive Systeme” statt, auf der ich einen Vortrag mit dem Titel “Ars ex machina − Museen, Kunst und Web 2.0″ hielt.

Sämtliche Vorträge sind in einem Tagungsband veröffentlicht, herausgegeben vom wissenschaftlichen Leiter der Tagung Jürgen Sieck. Die Konferenz wurde im Rahmen des Stiftungs-Verbundkollegs Informationsgesellschaft Berlin (SVKB) der Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung durchgeführt und von der Forschungsgruppe INKA an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin in Zusammenarbeit mit der Berlinischen Galerie, dem Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur ausgerichtet.

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Hier die Sprechfassung meines Vortrags in Auszügen:

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vor kurzem fand in London die eintätige Konferenz „MuseumNext” statt, an die ich hier kurz anknüpfen möchte. Auch dort ging es um die Schnittstelle von Kultur, Museum, Technologie und Mensch. Die Online-Verantwortlichen der Tate, des Museums of Modern Art in New York, des Victoria & Albert und von anderen Museen mit internationalem Publikum waren hier als Sprecher geladen. Aus der Ferne konnte man die Konferenz per Twitter und dem Hashtag #museumnext verfolgen.

Einige Tweets − also Twitter-Mitteilungen in maximal 140 Zeichen − sollen zentrale Themen und Verortungen der Londoner Tagung skizzieren:

Victor Samra, Digital Media Marketing Manager at The Museum of Modern Art/New York

Victor Samra, Digital Media Marketing Manager at The Museum of Modern Art/New York

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Musen, Museen, Marketing im Zeitalter von Apps et al.

Die Möglichkeiten, über Kunst mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sind fast so spannend und inspirierend wie die Kunst selbst. Und ständig kommen weitere hinzu. Eine ganz neue Dimension eröffnen Applications oder kurz Apps für Smartphones. Diese kleinen Anwendungsprogramme erfüllen ganz vielfältige Funktionen. Sie helfen dabei, per Mobile-Phone nützliche Dinge wie den nächsten Geldautomaten zu finden, sie zeigen den schnellsten Weg von A nach B oder führen uns in die Welt der Kunst und der Museen.

Francois Gérard, Amor und Psyche, 1798, Louvre

François Gérard, Amor und Psyche, 1798, Louvre

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Kunst ist Kommunikation: Museen und Web 2.0

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Die Welt der Kommunikation ist im Wandel. Das ist keine neue Erkenntnis. Wirtschaft, Politik und Kirchen setzen sich bereits intensiv mit diesem Wandel auseinander.

So nutzen viele kleinere und große Unternehmen Blogs, Twitter und die ganze weite Welt der sozialen Medien, um mit Ihren Mitarbeitern, Kunden und künftigen Kunden in Verbindung zu bleiben. Sie verstehen diese Form der dialogischen Kommunikation als wichtigen Baustein für den Erhalt und den Erfolg ihres Unternehmens.

Die Politik vesucht sich wahlkämpfend auf den Spuren des us-amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Die meisten Ansätze zur Community-Bildung wirken aber vergleichsweise uninspiriert und uninspirierend: CDU, SPD, die Grünen, FDP, die Linke.

Die evangelische Kirche nutzt virale Spots als PR-Instrument. Selbst der Papst schreitet zur Erschließung des “digitalen Kontinents” und spricht mit seiner nun Community heißenden Gemeinde via www.pope2you.net. Papst Benedikt XVI schreibt mit unfehlbarem Gespür: „diese Technologien entsprechen dem Grundbedürfnis der Menschen, miteinander in Verbindung zu treten.“

Und die Welt der Kunst und Kultur?

Natürlich hat das Web 2.0 auch Einzug in die Kulturlandschaft gehalten: Das digitale Historische Archiv Köln rettet verlorenes Kulturgut in digitaler Form und ist als eines der wenigen Kultur-Web-2.0-Vorzeigeobjekte für den Grimme Online Award nomminiert. Von den großen Museen in Deutschland hat sich das Städel in Frankfurt mit einer eigenen Community auf die neue Kommunikation eingestellt. Der große Fachhändler für Künstlerbedarf Boesner schafft mit www.boesner.tv die Verbindung von Kunst und Handel.

Die Kommunikation verlagert sich zunehmend ins Internet. Es besteht eine eigene Internet-Kultur. Noch nutzen aber Künstler, Museen und andere Institutonen in Deutschland nur recht zögerlich das kreative Potential des Web 2.0.

Es ist noch so viel möglich. Die oben stehende Präsentation gibt einen Überblick, welche Web 2.0-Instrumente Museen und Kultur-Institutionen sinnvoll einsetzen können.

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